Technik

Deterministische Wortadressen, offene Wortlisten und stabile Versionen.

WortOrt soll so einfach integrierbar sein wie möglich – und so stabil wie nötig.

1. Rasterzelle

Eine Koordinate wird einer reproduzierbaren Zelle zugeordnet.

2. Symbole

Drei Positionssymbole und ein Prüfsymbol werden aus dem Zellindex gebildet.

3. Wörter

Die Symbole werden mit einer versionierten Wortliste zu vier Wörtern gemischt.

Grundprinzip

WortOrt ordnet geografischen Positionen eindeutige Wortadressen zu. Die Berechnung muss reproduzierbar sein: dieselbe Position, dieselbe Sprachversion und dieselbe Wortlistenversion ergeben immer dieselbe WortOrt-Adresse.

Vier Wörter

WortOrt setzt auf vier Wörter. Das Ziel ist nicht maximale Kürze, sondern robuste Kommunikation. Zusätzliche Redundanz kann helfen, Fehler zu erkennen, Eingaben zu validieren und Vorschläge zu erzeugen.

Die kanonische Ausgabe bleibt prefixlos, zum Beispiel haus.berg.licht.wasser. Für Eingabe, QR-Codes oder geteilte Texte kann optional wo: davorstehen. Das ist nicht nur das deutsche Wort „wo?“, sondern auch die kurze Abkürzung für „Wort Ort“.

Aktueller Codec-Kern

Der aktuelle Alpha-Codec bildet eine Rasterzelle auf drei Positionssymbole und ein Prüfsymbol ab. Beim Mischen werden vier unterschiedliche Wortlisteneinträge gewählt; wiederholte Wörter gelten als ungültig. Dadurch kann die Validierung einfache Tipp-, Hör- und Kopierfehler besser erkennen.

index -> a, b, c
checksum(a, b, c) -> d
mix(a, b, c, d) -> vier unterschiedliche Wörter
decode(wörter) -> Prüfsumme und Zellgrenze prüfen

Wortlisten

Die Wortliste ist der sicherheitskritische Teil des Systems. Wörter müssen verständlich, gut unterscheidbar und praktisch verwendbar sein. Problematische Nähe wie Wolke und Wolken sollte vermieden werden.

Die aktuell veröffentlichte eu1-Wortliste ist noch nicht final und nicht produktionsreif. Sie dient Demonstration, Entwicklung und Experimenten und kann ohne Vorankündigung geändert, neu sortiert, erweitert oder ersetzt werden.

Permanenz

Nach einer offiziellen Veröffentlichung darf eine Wortliste nicht rückwirkend verändert werden, wenn dadurch bestehende Wortadressen andere Orte bezeichnen würden. Erst diese später eingefrorene Produktions-Wortliste bietet langfristige Kompatibilität. Adressen aus dem aktuellen Demo-Bundle gelten als temporär.

Offline und selbst implementierbar

Die Kernlogik soll nicht an eine zentrale API gebunden sein. Wer die Wortliste herunterlädt, kann WortOrt selbst implementieren. Zusätzlich können Beispiel-Implementationen genutzt werden, etwa Python-Code, der lokal oder über eine eigene API aufgerufen wird.

API-Form, die angestrebt wird

encode(lat, lon, language="de")  → wortort
decode(wortort, language="de")   → position oder rasterzelle
validate(wortort)                → gültig / ungültig
suggest(input, context)          → mögliche Korrekturen

Lizenzmodell

Für die finale Produktions-Wortliste ist ODbL vorgesehen. Die aktuelle Demo-Wortliste ist noch nicht als stabiler Produktionsdatenstand freigegeben. Beispiel-Implementationen stehen unter MIT.